PRODUKTE DER SOLIDARITÄT


Ursprünglich ging die Initiative als solidarische Reaktion auf den coronabedingten Shutdown und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen an den Start. Denn während die einen dankenswerterweise an vorderster Front dafür sorgten, dass unser Leben weiterging und dabei den Folgen der Corona-Krise unmittelbar ausgesetzt waren, waren und sind die Konsequenzen für einen anderen Teil nicht direkt sichtbar, dafür aber ebenso spürbar.


So waren und sind selbständige Künstler*innen doppelt betroffen, da zur Sorge um die Gesundheitslage und das Gemeinwohl, die wirtschaftliche Sorge um ihr Gewerbe kam. Selbst wenn sie weiterhin in der eigenen Werkstatt, ihrem Atelier oder Studio arbeiten konnten, so waren die Einbußen vor allem für Kreative mit eigenem Laden aufgrund der Schließungen in jeglicher Hinsicht spürbar: Es gab keinen direkten Kundenkontakt, keine Laufkundschaft und dadurch deutlich weniger Umsatz bei gleichbleibenden Ausgaben.


Als selbständige Goldschmiedemeisterin hat auch Ellen Weber-Mack diese Auswirkungen direkt zu spüren bekommen. Um den Entwicklungen und der ungewissen Zukunft nicht tatenlos zuzusehen, hat sie sich Gedanken gemacht, wie sie selbst aktiv werden kann. Oder vielmehr: Was die selbstständigen Künstler*innen GEMEINSAM tun können.


Daraus entstand die Initiative „Geben&Geben":


  • Künstler*innen entwickeln Produkte, verkaufen diese und spenden zehn Prozent des Umsatzes 
  • Die Kreativen vernetzen und unterstützen sich gegenseitig auf Instagram
  • Alle anderen unterstützen mit einem Kauf der Produkte sowohl den Künstler*innen als auch wechselnde NGO's


In erster Linie geht es darum, selbständige Kreative untereinander zu vernetzen, sich gegenseitig darin zu unterstützen, das zu erhalten, was sie am liebsten tun. Ihre Artefakte sollen anderen eine kleine Freude bereiten und zehn Prozent des Umsatzes gespendet werden. 

In den ersten beiden Monaten von “Geben&Geben” spendeten die kreativen Köpfe bereits über 1.000 Euro an den Corona-Nothilfefonds des DRK. Für die zweite Hilfsorganisation SOS Kinderdörfer weltweit wurden in sechs Monaten 755,20 Euro gesammelt. Durch die Vernetzung untereinander zogen sie für sich und ihre Arbeit viel Positives aus der Aktion. Damit dies weiterhin so bleibt, kommt mit den neuesten Entwicklungen auch Bewegung in die Initiative: So wird künftig an wechselnde NGO's gespendet werden. Wurde die Marke von 1.000 Euro erreicht oder die Zeitspanne von sechs Monaten überschritten, wird ein neuer Spendentopf über Instagram ermittelt.